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Hauptsache individuell

Im Vorfeld der diesjährigen Tendence wurde von der Messe Frankfurt die Gruppe der 20- bis 30-Jährigen angesehen. In einer qualitativen Studie hat die Messe Frankfurt diese für den Handel wichtige Zielgruppe gefragt, welche Werte und Einstellungen sie zum Thema Einrichten und Dekorieren haben und wie ihre Traumwohnung aussehen könnte. Wir haben dies für Sie zusammengefasst:

Bedeutung der eigenen Wohnung

Die Wohnung wird in erster Linie als Rückzugsort beziehungsweise Ruhepol bezeichnet. Es wird als wichtig angesehen, sich zurückzuziehen, abzuschalten, die Anforderungen von außen eine Weile ruhen zu lassen und sich zu erholen. Gerade in einer Zeit, die geprägt ist durch zunehmende Beschleunigung, ist die Wohnung für viele ein "Hafen für die Seele". Er schützt vor den Ansprüchen, die das Umfeld an jeden persönlich stellt. Zudem ist die eigene Wohnung ein geschützter Ort, an dem man mit gutem Gewissen ganz „man selbst sein kann.“Selbstverwirklichung in den eigenen vier Wänden. Darüber hinaus ist das Thema Einrichten auch stark mit dem Begriff Selbstwert verknüpft. Selbstbestimmung und -verwirklichung sind dabei ebenfalls zentrale Begriffe. Ganz praktisch heißt das, die 20- bis 30-Jährigen definieren sich und ihre Persönlichkeit auch über die Einrichtung ihrer Wohnung. Sie versuchen sich, darüber abzugrenzen und ihren eigenen Weg zu finden.

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Beschreibung des eigenen Einrichtungsstils

Die 20- bis 30-Jährigen wurden dazu befragt, wie sie selbst ihren Einrichtungsstil beschreiben würden. Die am häufigsten genannten Begriffe waren: individuell (free style), modern, gemütlich, farbig-warm, aber auch die Kombination aus alt und modern sowie weich und rund. Das heißt zusammengefasst: Es gibt keinen "typischen" Stil. Das übergeordnete Streben nach Individualität ist jedoch allen Befragten aus der Gruppe der 20- bis 30-Jährigen gemein. Auf die Frage, wie denn der Stil gar nicht sei, antworteten die Interviewten mit den Begriffen: kitschig, altbacken, durcheinander, mit Nippes und Staubfängern dekoriert oder bonzig. Aber was würde ein Fremder über den Besitzer der Wohnung denken, wenn er die Einrichtung das erste Mal sieht? Nach Meinung der Befragten würden ihnen in diesem Fall die Attribute jung, modern, offen für Neues, spontan, extrovertiert, reiselustig, jemand mit Sinn für Individualität zugeschrieben werden.

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Bedeutung und Nutzung von Wohnaccessoires und Dekoartikeln

Wohnaccessoires und Dekoartikel sind beliebt, da sie mit geringem Aufwand kleinere Veränderungen im Rahmen des eigenen Einrichtungsstils ermöglichen. Die 20- bis 30-Jährigen nutzen sie, um Trends aufzugreifen und die Einrichtung oder Dekoration der Wohnung beispielsweise an Jahreszeiten oder Stimmungen anzupassen. Dabei kommen unterschiedliche Materialien zum Einsatz und ein breites Spektrum an Produkten – von Wandtattoos über Leuchten, Lichtleisten und Kerzen. Nach Meinung der Befragten gelingt es durch Lichteffekte, ein besonderes Maß an Gemütlichkeit und Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Für die 20- bis 30-Jährigen übernehmen Wohnaccessoires und Dekoartikel die Rolle von Identitätsstiftern. So runden persönliche Fotos, Collagen und Reisesouvenirs den Gesamteindruck der Wohnung ab und tragen zu einem wohnlichen Charakter bei. Häufig erfüllen sie neben einem rein optischen Zweck auch eine funktionale Aufgabe.

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Individualität

Die Einrichtung der eigenen Wohnung dient den 20- bis 30-Jährigen häufig dazu, sich abzugrenzen. Sie möchten damit ihre Individualität ausleben. Was zählt, ist der eigene Stil – je persönlicher, desto besser. Dabei sind aktuelle Trends nur vordergründig weniger wichtig. Die 20- bis 30-Jährigen stehen diesen nicht per se ablehnend gegenüber. Spricht sie ein Einrichtungs- und Dekorationstrend an, wird dieser jedoch nicht vorbehaltlos aufgegriffen. Vielmehr werden Trends adaptiert und persönlich abgewandelt. Dadurch entsteht auch aus einem Mainstream-Trend ein individuelles Produkt. Mainstream, nein danke. Nur konsequent ist es dann, wenn es gegenüber Massenprodukten Vorbehalte gibt. Die überwiegende Meinung lautete: Wenn alle die gleichen Produkte kaufen, hat das nur noch wenig Individuelles. Allgemein definierte Stilrichtungen und Trends treten zugunsten des eigenen Stils in den Hintergrund. Gut ist, was individuell ist und die eigene Handschrift trägt. Wie dieser individuelle Stil aussieht, variiert von Person zu Person.

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Funktionalität

Besonders bei Wohnaccessoires, die regelmäßig benutzt werden, setzen die 20- bis 30-Jährigen auf Funktionalität. So muss beispielsweise Geschirr in erster Linie funktional sein. Dabei sollen Dinge, die häufig verwendet werden, auch möglichst lange halten. Großes Unverständnis rufen hingegen die guten Teller mit Goldrand hervor, die nur als optische Hingucker in der Vitrine stehen. Auch wenn das Geschirr nur zu besonderen Gelegenheiten genutzt wird, sorgt das bei den Jüngeren für Unverständnis: Betrachtet man die Einstellung der Zielgruppe zum Thema Design, so stellt man fest, dass zwar auf gutes Design geachtet wird und es auch eine wichtige Rolle spielt. Design nur um des Vorzeigens willen zu kaufen, ist den Befragten allerdings fremd.

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Qualität

Die Qualität der Produkte ist für die 20- bis 30-Jährigen ein wichtiges Kriterium. Im Vordergrund steht dabei die Beständigkeit von Gebrauchsgegenständen, die häufig benutzt werden und daher lange halten sollen. Wert auf Qualität legen sie auch beim Kauf großer Möbelstücke. Steht dafür gerade nicht genügend Geld zur Verfügung, wird lieber gespart, statt auf preisgünstige Alternativen zurückzugreifen. Ein wirkliches Qualitäts- und Markenbewusstsein lässt sich bei dieser Zielgruppe beim Kauf von technischen Produkten und klassischen Haushaltswaren feststellen. Zudem steigt die Relevanz der Marke, wenn sie sich zwischen mehreren Alternativen entscheiden müssen. Die Vorteile von Markenherstellern werden wie folgt beschrieben: schöne Designs, die eine ‚gewisse Linie’ verfolgen, Nachkäufe sind möglich, Produkte passen zusammen, qualitativ hochwertig und damit Garant für Langlebigkeit, akzeptables Preis-Leistungsverhältnis. Hochwertige Optik wichtig: Aber nicht bei allen Einrichtungsgegenständen steht Qualität an erster Stelle. Ein wichtiger Grund dafür ist auch das eingeschränkte Budget vieler 20- bis 30-Jähriger. Als Student oder Berufsanfänger lassen sich nicht immer alle Wünsche direkt erfüllen. Deshalb greifen die 20- bis 30-Jährigen bei Wohnaccessoires und Dekoartikeln auch gern zu günstigeren Produkten. Diese müssen nicht qualitativ hochwertig sein, um gekauft zu werden. Viel wichtiger ist stattdessen, dass sie qualitativ hochwertig aussehen.

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Quelle: Messe Frankfurt Exhibition GmbH